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Ausbildung zur Alimentenfachperson

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Grau

Kooperation mit dem Schweizerischen Verband für Alimentenfachleute

Diese seit zehn Jahren sehr erfolgreich angebotene Ausbildung stellt die einzige vollumfängliche Ausbildung für diesen wichtigen, aus dem Leistungsangebot der sozialen Dienste der Kantone und Gemeinden nicht mehr wegzudenkenden Fachbereich dar.

Zielgruppe

Die Ausbildung richtet sich an Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter in der Alimentenhilfe, die mindestens ein halbes Jahr Praxis in diesem Bereich haben.

Ziele

Die Ausbildung qualifiziert für die theorie- und fallbezogene Realisierung und Evaluation der selbständigen Fallführung im Alimenteninkasso und in der Alimentenbevorschussung. Sie verbessert die personale und fachliche Kompetenz und qualifiziert die Teilnehmenden für ein professionelles Tätigkeitsprofil in der Alimentenhilfe.

Struktur

Die Ausbildung erfolgt in zwei Teilen. In Teil I werden mehrheitlich theoretische Grundlagen vermittelt unter Einbezug konkreter, praxisbezogener Fallbeispiele. Zur Vorbereitung des jeweiligen Lernstoffes von Teil II werden den Teilnehmenden vor den
Seminaren themenbezogene Fallübungen zur Lösung übermittelt.

Die Ausbildung umfasst 18 themenbezogene Seminartage, davon sieben in Teil I und zehn in Teil II. Für das Selbststudium zur Verarbeitung der theoretischen Grundlagen und als Vorbereitung auf das jeweilige Seminarthema, zur Erarbeitung von Fall-Lösungen und zur Auseinandersetzung mit Gesetzen und Verordnungen entsteht nochmals ein gleich grosser Zeitaufwand. Der Zeitabschnitt zwischen den beiden Programmteilen dient der Umsetzung und Festigung des Lernstoffes von Teil I in der Praxis.


Methodik

Besonderes Gewicht hat im Kurs der Theorie-Praxis-Transfer. Die theoretische Einführung in die einzelnen Themen wird begleitet von konkreten Fallbeispielen und verknüpft das Gelernte mit der eigenen Arbeit. Die Bearbeitung der Fallbeispiele erfolgt in Kleingruppen.

Daten und Inhalte

Kursprogramm Teil 1

Dienstag, 24. und 31. August 2010
Organisation der Alimentenhilfe
  • Begriffe und gesetzliche Grundlagen
  • Aufgabenteilung zwischen Bund, Kanton und Gemeinde
  • Durchführung der Alimentenhilfe

Gesetzgebungen der teilnehmenden Kantone für die Alimentenbevorschussung
  • Inhalte
  • Begriffsinterpretation

Massgebende Rechtstitel für Unterhaltsbeiträge
  • Zivilrechtliche Grundlagen
  • Bedeutung des Rechtstitels, Arten von Rechtstiteln
  • Form und Inhalt des Rechtstitels
  • Rechtskraft und Vollstreckbarkeit
  • Wirkung des Rechtstitels, Abänderbarkeit des Rechtstitels

Dozentin: Charlotte Christener-Trechsel


Dienstag, 14. September 2010
Auftragserteilung
  • Wer ist auftrags- und antragsberechtigt?
  • Örtliche Zuständigkeit
  • Form und Inhalt des Auftrags
  • Problembereiche
  • Geheimhaltungs- und Auskunftspflicht/Aktenedition/Zeugenaussagen
  • Verantwortlichkeit

Dozent: Albert Guler


Dienstag, 28. September 2010
Vollstreckung von Unterhaltstitel/Gütliches Inkasso
  • Inhalt des ersten Briefes an Schuldner/in bei Inkasso und Bevorschussung
  • Zahlungsvereinbarung
  • Stundung
  • Schuldanerkennung
  • Lohnzession

Rechtliches Inkasso
  • Voraussetzungen für die Einleitung einer Betreibung
  • Grundlegende Überlegungen vor Einleitung einer Betreibung
  • Besonderheiten im Alimentenwesen

Dozentin: Sylvia Nafz


12. Oktober 2010
Einleitung einer Zwangsvollstreckung
  • Das Betreibungsbegehren
  • Interpretation des Zahlungsbefehls
  • Wahl des richtigen Verfahrens Fortsetzung einer Zwangsvollstreckung
Fortsetzung einer Zwangsvollstreckung
  • Rechtsöffnungsverfahren
  • Ordentliches Verfahren
  • Fortsetzungsbegehren

Dozentin: Sylvia Nafz

Dienstag, 26. Oktober 2010
Fortsetzung einer Zwangsvollstreckung
  • Pfändungsurkunde und ihre Interpretation
  • Lohnpfändung
  • Ermittlung des Existenzminimums
  • Rechtsmittel, Beschwerde
  • Verwertungsbegehren
  • Verlustschein
  • Konkursverfahren
  • Fristenwahrung

Dozentin: Sylvia Nafz

Gruppe 1: Montag, 15. November 2010
Gruppe 2: Dienstag, 16. November 2010
Gespräche führen
  • Kommunikation erleben
  • Grobe Fehler im Beratungsgespräch erkennen
  • Aktives Zuhören
  • Vorurteile
  • Schwierige Situationen im Beratungsgespräch
  • Arbeitstechnik und Umgang mit Belastung

Dozent: André Angstmann


fakultatives Zusatzseminar

Montag, 13. Dezember 2010
Das Lernen organisieren (fakultatives Zusatzseminar)
Das eigene Lernen mit den Unterlagen optimal organisieren, so dass die Prüfungsvorbereitung einfacher geht. Die Teilnehmenden wissen, wie Prüfungsangst anzugehen ist und erhalten Tipps dazu. Sie lernen, wie mit Prüfungsfragen optimal umzugehen ist.
  • Prüfungsvorbereitung
  • Prüfungsangst
  • Prüfungsfragen

Dozent: André Angstmann


Kursprogramm Teil 2

Dienstag, 1. März 2011
Spezielle Fragen zum SchKG, 1. Teil
Die Teilnehmenden kennen Sinn und Zweck
a) des Existenzminimums, seiner Richtlinien und seiner praktischen Ermittlung,
b) der Einrede wegen mangelnden neuen Vermögens und die Grundzüge des Verfahrens,
c) des Freigabe- und Widerspruchsverfahrens sowie Hinweise auf Risiken, Einholen von rechtlicher Beratung, ohne detaillierte Ausführungen zu Inhalt und Verfahrensfragen,
d) der SchKG-Beschwerden, besonders gegen Pfändungsvollzug und Pfändungsurkunde, und sie kennen die Grundzüge des Beschwerdeaufbaus.

Dozentin: Sylvia Nafz


Dienstag, 15. März 2011
Sicherungsmittel und Anfechtungsklage
Die Teilnehmenden wissen Bescheid über Möglichkeiten, Sinn und Zweck, Voraussetzung und Wirkung (inkl. Verfahrensablauf) der vier folgenden
Sicherungsmittel und kennen Form und Inhalt der Begehren:
a) Arrest
b) Anweisung an die Schuldner gem. Art. 132 und 291 ZGB
c) Sicherstellung gem. Art. 132 und 292 ZGB
d) Anfechtungsklage

Dozentin: Sylvia Nafz


Dienstag, 29. März 2011
Spezielle Fragen zum SchKG, 2. Teil
Die Teilnehmenden kennen die Einleitung des Verfahrens und die Rechte des Gläubigers bei:
a) Grundstücksverwertung
b) Mithaftung des Ehegatten des Schuldners aus Güterrecht
c) Pfändung von Erbansprüchen des Schuldners

Dozentin: Sylvia Nafz


Dienstag, 5. April 2011
Verwaltungsrecht
Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die zentralen Institutionen des allgemeinen schweizerischen Verwaltungsrechts. Sie haben Kenntnisse der wichtigsten Prinzipien
  • des Staats- und Verwaltungsrechts
  • des Verfahrensrechts
  • der Verwaltungsrechtspflege
und können diese bei der Alimenten-Bevorschussung anwenden. Der Schwerpunkt liegt auf den in der Alimentenhilfe bedeutenden verwaltungsrechtlichen Erlassen und aktuellen Gerichtsentscheiden. Die Teilnehmenden werden für die verwaltungsrechtlichen Aspekte ihrer alltäglichen Arbeit sensibilisiert und erhalten Lösungsanleitungen für praktische Fragestellungen.

Dozent: Christian Mäder


Dienstag, 19. April 2011
Spezielle Instrumente aus OR/SchKG/ZPO/StPO
Die Teilnehmenden kennen die Bedeutung und Wirkung
a) von Fristen, insbesondere den Unterschied von Verjährung und Verwirkung, und von erstreckbaren Fristen,
b) der Abtretung von Erwerbseinkommen (Lohnzession), deren Zulässigkeit und die
gesetzlichen Schutzbestimmungen,
c) der Straftatbestände gem. Art. 217 StGB (Vernachlässigung von Unterstützungspflichten) und des Pfändungsbetrugs,
d) der Zahlungsanrechnung gem. OR 85?87 und z.B. § 39 VO JHG Kt. ZH bei Alimenten-Bevorschussung.

Dozent: Martin Röhl


Dienstag, 10. Mai 2011
Auslandinkasso
Die Teilnehmenden haben Kenntnisse über die Existenz der verschiedenen anwendbaren internationalen Abkommen und die Grundzüge ihrer
Anwendung. Sie kennen die Voraussetzungen und die Abläufe für die Einleitung und Durchführung der Rechtshilfeverfahren.

Dozentin: Sandra John


Dienstag, 24. Mai 2011
Querbezüge zur Sozialhilfegesetzgebung und zum Sozialversicherungsrecht bei der Alimenten-Bevorschussung und dem -Inkasso
Die Teilnehmenden haben einen Überblick über den Anwendungsbereich
a) des Sozialhilfegesetzes
b) des AHV/IV-Gesetzes
c) der ALV
d) der EL
e) des BVG im Zusammenhang mit Art. 285 ZGB
f) der KKBB (Kleinkindbetreuungsbeiträge des Kinderzulagengesetzes) Kt. ZH

Dozentin: Uwe Koch


Dienstag, 31. Mai 2011
Steuerrecht
Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten Begriffe und können die Einkommens- und Vermögensgrenzen für die Bevorschussung in Anlehnung ans Steuerrecht korrekt berechnen.

Dozent: Rolf Benz


Gruppe I : Mo/Di 6./7. Juni 2011
Gruppe II: Do/Fr 16./17. Juni 2011
Beratungs- und Konfliktgespräche
Die Teilnehmenden kennen Mittel und Techniken für eine effiziente, fruchtbare Zusammenarbeit mit z.B. Behörden, Anwälten und Klienten und können mit Beschwerden und Angriffen gegen die eigene Person umgehen.

Dozent: André Angstmann


Leitung und Auskunft

Rose Nigg

Alimentenfachfrau, Präsidentin Schweiz. Verband für Alimentenfachleute SVA


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044 937 28 00

icon_email

rose.nigg@bluewin.ch

Kurskosten

CHF 3700.00 (inklusive ergänzende schriftliche Unterlagen)
CHF 300.00 für das Seminar "Das Lernen organisieren"
CHF 400.00 für die Prüfung


Unterlagen


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Durchführung

24. August 2010
bis 27. Juni 2011
18 Seminartage




Anmeldeschluss

30. Juni 2010

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Anmeldeformular


Weitere Unterlagen

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WBK_Alimentenfachperson


Anzahl Teilnehmende

Maximal 24 Personen